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28. Oktober 2020 von Stefan Schuster
Linde Campus
Genug von Corona - Reif für die Insel?

Die Konzepte des Mobile Working reifen – umso mehr in den gegenwärtigen Zeiten. Wunderbare karibische Traumziele, deren Wirtschaftskraft stark vom Tourismus abhängt, setzen bereits auf andere Zielgruppen als auf die ausbleibenden Touristen. So werden aus Ferienressorts in karibischer Umgebung zunehmend Mobile Working Spaces mit maximaler WLAN-Anbindung und All-Inclusive Unterbringung. Ein großer Reiseanbieter hat derartige Angebote eben in sein Angebot aufgenommen und spricht von guten Buchungslagen.

 

 

Steuerrechtlich interessante Angebote aus der Karibik

Ziele des neuen Mobile Working sind Inseln mit geringer COVID-19--Infektionszahl – und diese locken mitunter mit sehr attraktiven steuerlichen Bedingungen. Zielpublikum der karibischen Angebote, die digitale Nomaden etwa Aruba, Bahamas, Anguilla oder Barbados bringen sollen, sind je nach Inselstaat US-Bürger und -Bürgerinnen oder Mobile Workers aus Ländern, sie selbst eine geringe COVID-19-Infektionsrate aufweisen können.

So etwa bietet Barbados eine Arbeitserlaubnis inkl. Visum für die Dauer von 12 Monaten für Alleinreisende um 2.000 US-Dollar, für Familien um 3.000 US-Dollar an. Im Gegenzug dazu entfällt für ein Jahr die Einkommensteuer. Eine Verlängerungsoption ist möglich. Für Staaten mit einem entsprechenden DBA oder auch keinem DBA kann dies durchaus eine überlegenswerte Option für manche darstellen – wenn man u.a. bereit ist, etwa seine Ansässigkeit im Heimatstaat zumindest für ein Jahr zu überdenken. Arbeiten mit den Zehenspitzen im Karibischen Meer, All-Inclusive, starkes W-LAN und steuerfrei.

 

Nicht nur die Karibik – Europa lockt auch

Nicht nur karibische Lokationen stellen sich auf den Mobile Working-Trend ein. Auch Kroatien hat angekündigt bis Ende des Jahres ein entsprechendes Mobile Working-Gesetz zu verabschieden, das auch Gästen aus Übersee eine wohlige Arbeitsumgebung an der Adria schmackhaft machen soll. Man darf gespannt sein, ob auch Österreich in der angekündigten Home Office-Gesetzgebung bis März 2021 an digitale Nomaden denkt.

Im eben stattgefundenen Mobility Lehrgang hat sich gezeigt, dass auch unfreiwillige COVID-19-bedingte Einsätze im Ausland nicht nur ein vorübergehendes Phänomen sind. Und es hat gezeigt, dass die vorübergehenden Maßnahmen, die auf steuerlicher Seite oftmals nur auf administrativer Ebene und ohne Rechtssicherheit versucht worden sind, keine verlässliche Lösung darstellen. Um eine sachgerechte Planung von innerstaatlichen und internationalen Einsätzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der „Neuen Normalität“ in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus in Zukunft zu ermöglichen, braucht es sicherlich mehr.

 

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Im Rahmen des Lehrgangs "Mobility Management" lernen die Teilnehmer*innen, wie grenzüberschreitende Mitarbeitereinsätze ausgestaltet werden sollen, um die strategischen Vorgaben bestmöglich zu erfüllen und was in den Bereichen Arbeitsrecht, Immigration, Sozialversicherung, Steuerrecht und aus Sicht der Mobility-Funktion zu beachten ist.

 

 

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