Konferenz | Mittwoch, 22. November 2017

11. iFamZ-Jahrestagung 2017

Im Spannungsfeld von Schutz & Selbstbestimmung
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Module auch getrennt buchbar!

 

TEILNEHMERKREIS

✔ RechtsanwältInnen, NotarInnen, RichterInnen und BerufsanwärterInnen

✔ Familien- und Frauenberatungsstellen

✔ Kinder- und Jugendhilfeträger, Bezirkshauptmannschaften und Ämter der Landesregierungen

✔ Träger von Heimen und Behinderteneinrichtungen

✔ MediatorInnen

✔ Lebens- und SozialberaterInnen

✔ Sachverständige

✔ Sachwaltervereine

  • Die vier Säulen im Erwachsenenschutzrecht
  • Das Spannungsfeld zwischen Schutz & Selbstbestimmung  
  • 2. ErwSchG und Geschäftsfähigkeit/Abschluss von Verträgen
  • Verhältnis Erwachsenenschutzrecht und Verwaltungsrecht
  • Vermögensverwaltung eines unter Erwachsenenschutz Stehenden oder Minderjährigen
  • Medizinische Behandlungen nicht entscheidungsfähiger Patienten
  • Minderjährige im HeimAufG
  • Das KindRückG 2017: Schutz für Entführungsopfer
Modul 1&2
Fachliche Leitung
Dr. Peter Barth
Dr. Peter Barth
08:50-09:00
Begrüßung
09:00-10:00
Die vier Säulen im Erwachsenenschutzrecht
  • Vorsorgevollmacht und gewählte, gesetzliche und gerichtliche Erwachsenenvertretung
  • Das Konzept der vier Säulen – Zuordnung zur Selbstbestimmung oder Rechtsfürsorge?
  • Wie entstehen die Vertretungsformen, wie enden sie?  
  • Zur Rolle des Notariats, der Anwaltschaft und der Erwachsenenschutzvereine
  • Gerichtliche Kontrolle
Dr. Peter Barth
Dr. Peter Barth
10:00-10:40
Das Spannungsfeld zwischen Schutz & Selbstbestimmung
  • Ein kritischer Rückblick auf die Praxis des Sachwalterrechts
  • Unterstützung statt Stellvertretung, die zentrale Intention der UN-Behindertenrechtskonvention
  • Was ist Clearing? Erfahrungen aus den letzten 10 Jahren
  • Die neuen Aufgaben der Erwachsenenschutzvereine und konkrete Perspektiven einer Umsetzung 
Mag. Robert Müller
Mag. Robert Müller
10:40-11:00
Kaffeepause
11:00-12:00
2. ErwSchG und Geschäftsfähigkeit/Abschluss von Verträgen
  • Entscheidungsfähigkeit – Handlungsfähigkeit – Geschäftsfähigkeit neu
  • Die Bestellung des Erwachsenenvertreters und ihre Folgen
  • Beweislastverteilung
  • Kollisionsrechtliche Aspekte
Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer
Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer
12:00-12:40

Verhältnis Erwachsenenschutzrecht und Verwaltungsrecht

  • Auswirkungen des Erwachsenenschutzrechts auf das Verwaltungsverfahren
    • Prozessfähigkeit im Verwaltungsverfahren
    • Position der Verwaltungsbehörde im Erwachsenenschutzrecht
  • Einfluss des Erwachsenenschutzrechts auf das materielle Verwaltungsrecht
    • Anwendung des Erwachsenenschutzrechts aufgrund der Verweisung auf die Eigenberechtigung
    • Anwendung des Erwachsenenschutzrechts aufgrund der Verweisung auf die Sachwalterbestellung
    • Keine Anwendung des Erwachsenenschutzrechts im Verwaltungsrecht 
Bezirkshauptmann i.R. Dr. Hans Peter Zierl
Bezirkshauptmann i.R. Dr. Hans Peter Zierl
12:40-13:30
Mittagspause
13:30-14:20
Vermögensverwaltung eines unter Erwachsenenschutz Stehenden oder Minderjährigen
  • Neue gesetzliche Ausnahmen von der gerichtlichen Aufsicht über die Vermögensverwaltung und von der laufenden Rechnungslegung
  • Zum Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Fürsorge in der Verwaltung „fremden“ Vermögens: Was ändert sich durch das 2. ErwSchG?
  • Folgerungen für die Vermögensverwaltung durch den Erwachsenenvertreter und Obsorgeträger
HR Univ.-Prof. Dr. Matthias Neumayr
HR Univ.-Prof. Dr. Matthias Neumayr
14:20-15:10
Medizinische Behandlungen nicht entscheidungsfähiger Patienten
  • Neue Rechtslage bei Erwachsenen
    • Begriff „medizinische Behandlung“
    • Unterstützerkreis, Erläuterungspflichten
    • Keine Unterscheidung einfache/schwere Behandlung
    • Wann kommt das Gericht ins Spiel?
    • Gefahr im Verzug, Patientenverfügung
  • „Alte“ Rechtslage bzw. Probleme bei Minderjährigen
    • Auswirkungen durch das 2. ErwSchG?
    • Vertretung durch minderjährige Eltern?
    • Vertretung durch nicht entscheidungsfähige Eltern?
    • Rolle des Kinder- und Jugendhilfeträgers 
Dr. Ulrich Pesendorfer
Dr. Ulrich Pesendorfer
15:10-15:30
Kaffeepause
15:30-16:20
  • Die neue Rechtslage ab Juli 2018
  • Gründe für die Reform
  • Betroffene Institutionen
  • Abgrenzung: alterstypischer/altersuntypischer Zwang
  • Die Rolle von Eltern und Kinder- und Jugendhilfe
  • Aufgaben der Bewohnervertretung
  • Anordnung von Freiheitsbeschränkungen 
Univ.-Prof. Dr. Michael Ganner
Univ.-Prof. Dr. Michael Ganner
16:20-17:15
Das KindRückG 2017: Schutz für Entführungsopfer
  • Anträge in das Ausland und aus dem Ausland: Unterschiede, Aufgaben der österreichischen Gerichte und Parteienvertreter 
  • Zuständigkeitskonzentration
  • Hilfe für die Beteiligten: Verfahrenshilfe, Prozessbegleitung, Kinderbeistand
  • Raschheit und Kindeswohl sind keine Gegensätze
  • Maßnahmen gegen Gewalt (neueste Untersuchungen aus Den Haag)
  • Maßnahmen gegen Entfremdung
  • Grenzen der Kindeswohlprüfung im Entführungsstaat
Dr. Robert Fucik
Dr. Robert Fucik
17:15
Zusammenfassung und Ende der Tagung
Preise zzgl. 20% MwSt.
pro Person
510,00 €
ab 2 Personen
459,00 €
Linde-Zeitschriftenabonnent
pro Person
408,00 €
ab 2 Personen
367,20 €
Sonstige Ermäßigungen
KonzipientInnen/BerufsanwärterInnen (Steuerberater- oder Rechtsanwaltsprüfung) (pro Person)
408,00 €
Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer
Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer, Institut für Zivilrecht der Universität Wien; Lehrtätigkeit an mehreren Universitäten des In- und Auslands; Mitglied im Beirat des Vereins Vertretungsnetz, Titularmitglied der Académie internationale de droit comparé (Paris); Arbeitsschwerpunkte: privates ...

Dr. Peter Barth
LStA Dr. Peter Barth, Leitender Staatsanwalt im BMJ, Leiter der Abteilung für Familien-, Personen- und Erbrecht; vormals Richter in Familienrechtssachen; Schriftleiter der iFamZ.

Univ.-Prof. Dr. Michael Ganner
Univ.-Prof. Dr. Michael Ganner, Institut für Zivilrecht der Universität Innsbruck, Forschungsschwerpunkt: Altenrecht; Mediator; Lehrbeauftragter beim interdisziplinären Lehrgang für Gerontologie an der Universität Graz.

Univ.-Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner
Univ.-Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner Institut für Europäisches und Österreichisches Zivilverfahrensrecht an der Universität Linz; Expertin im Justizausschuss des Parlaments beim KindRÄG 2001.

HR Univ.-Prof. Dr. Matthias Neumayr
Univ.-Prof. Dr. Matthias Neumayr, Richter am OGH seit 2001, tätig in Zivilsachen; Professor für Zivilverfahrensrecht im Fachbereich Privatrecht der Universität Salzburg.

Dr. Robert Fucik
LStA Dr. Robert Fucik Leiter der Abteilung I 10 (insb. internationales Zivilverfahrensrecht, Kindesentführungen, Auslandsunterhalt und Adoptionen) des BMJ, Lehrtätigkeit an der Universität Wien; vormals Richter, Mitarbeit an der Außerstreitreform.

Bezirkshauptmann i.R. Dr. Hans Peter Zierl
Bezirkshauptmann i.R. (Freistadt); als Obmann des Sozialhilfeverbandes Freistadt war er insb. auch mit Fragen der Sachwalterschaft, des Heimvertrags und der Freiheitsbeschränkungen in Alten- und Pflegeheimen konfrontiert.

Dr. Ulrich Pesendorfer
Dr. Ulrich Pesendorfer, Richter und Abteilungsleiter-Stellvertreter im BMJ (Abteilung für Familien-, Personen- und Erbrecht); Mitwirkung am Familienrechts-Änderungsgesetz 2009, am KindNamRÄG 2013, am ErbRÄG 2015 sowie am 2. Erwachsenenschutzgesetz 2016.

Dr. Gabriela Thoma-Twaroch
Dr. Gabriela Thoma-Twaroch, Vorsteherin des Bezirksgerichts Josefstadt, davor Familienrichterin am Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien; Mitarbeit in den internationalen Abteilungen des BMJ, Vertretung Österreichs bei internationalen Konferenzen; legistische Mitarbeit beim Gewaltschutzgesetz, ...

Mag. Robert Müller
Jurist, seit 1994 Mitarbeiter beim Verein "VertretungsNetz" in Graz und Wien; aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte in der inhaltlichen Konzeptarbeit sowie der Mitarbeiteraus- und fortbildung im Clearing, Vortragstätigkeiten und Rechtsberatung, seit 2013 auch Vortragender an der FH Joanneum, Graz, im ...
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