Die Geschichte des Linde Verlags

1925 gründeten Kommerzialrat Paul Linde und Hans Jentzsch den Industrieverlag Spaeth und Linde in Wien. Im gleichen Jahr erschien die erste Ausgabe der Österreichischen Steuer- und Wirtschaftszeitung. Noch im Gründungsjahr wurde die Zeitschrift für Bilanz, Steuer und Wirtschaft erworben und mit der Österreichischen Steuer- und Wirtschaftszeitung zusammengeführt. 1929 wurde die Zeitschrift für Buchhaltung und Steuer hinzugekauft. Neben der Zeitschrift erschien schon seit 1925 eine Reihe von Fachbüchern zu Steuer- und Wirtschaftsfragen. Prominente Titel waren u. a. Das österreichische Schillinggesetz, Die Steuer und Abgabenbelastung in Österreich und Goldbilanz in Österreich. 

1935 wurde die Österreichische Steuer- und Wirtschaftszeitung neu gestaltet und umbenannt. Fortan war es mit der Österreichische Steuer- und Wirtschaftskartei (SWK) möglich, die einzelnen Seiten der Zeitschrift in einem mitgelieferten Ordner als Fachkartei zu ordnen. Diese erste Publikation war und ist bis zum heutigen Tag das bekannteste und erfolgreichste Verlagsprodukt.
  
1945  stand  der Verlag nach dem Tod von Paul Linde im letzten Kriegsjahr unter öffentlicher Verwaltung. Die staatliche Verwaltung blieb insgesamt 13 Jahre bestehen. Auch unter diesen veränderten Voraussetzungen lebte die Verlagstradition über die Mitarbeiter weiter und der Verlag weitete ab 1946 seine Buchproduktion ständig aus.  
  
1951 entstand die Schriftenreihe zur Österreichische Steuer- und Wirtschaftskartei (SWK). Die in dieser Reihe erscheinenden von Professoren oder Praktikern verfassten Fachbücher erreichten für den österreichischen Markt beachtliche Auflagenzahlen. Einige Titel konnten innerhalb weniger Jahre in achter oder noch höherer Auflagenzahl herausgebracht werden.

1958 konnte Peter Linde, der Sohn des Gründers, die Leitung des Verlags (ab 1955 Industrieverlag Linde, dann Industrieverlag Peter Linde) übernehmen und gründete im selben Jahr eine Versandbuchhandlung. Unter dem Slogan Jedes Buch besorgt Peter Linde erzielte er bei der Beschaffung und dem Versand von Fachliteratur beträchtliche Erfolge.

1979 erschien im März mit dem KODEX STEUERGESETZE der erste Band dieser erfolgreichsten Publikation von Gesetzessammlungen in Österreich - ein für diese Zeit völlig neuartiges Konzept zur Veröffentlichung und Kompilierung von Gesetzen, das vom Herausgeber Prof. Werner Doralt entwickelt wurde.
 
1989 übernahm die Familie Jentzsch die gesamten Anteile des Linde Verlags. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Buch- und Zeitschriftenproduktion abermals deutlich ausgeweitet. Neben der zunehmenden Internationalisierung und Europäisierung des Steuerrechts und den entsprechenden Publikationen fand, auch durch den späteren Kauf (1994) des Eisenstädter Prugg Verlags, eine Ausweitung des Programms auf weitere Rechtsbereiche statt.

1991 wurde eine Zweigstelle in Prag eröffnet und bis zum Verkauf 2014 als eigenständiger Verlag geführt.
 
2003 begann der erfolgreiche Aufbau eines populären Wirtschaftssegments, das den Verlag mit allgemeinen Wirtschafts-titeln und Ratgebern zu einer festen Größe auf dem deutschen und schweizerischen Buchmarkt machte.

2008 erscheint mit dem JAKOM (Jahreskommentar) der erste und einzige Jahreskommentar zum EStG in Österreich.

2009 bietet der Linde Verlag im Portal Lindeonline einen Großteil der Fachzeitschriften bereits inklusive Online-Zugang an. Da der Verlag sich seit 1998 mit der Frage der Digitalisierung und On- bzw. Offline-Verbreitung von Fachinformationen beschäftigt können die Nutzer mit einer an bekannten Suchmaschinen orientierten, Suche einfach und bequem über alle bezogenen Inhalte recherchieren. Ziel ist es, sukzessive hier entscheidende Teile des Verlagsprogramms zielgruppenspezifisch aufbereitet online anzubieten.
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Highlights der Verlagsgeschichte

1925
1925


1950


1967
 
KODEX
1979